
Unter diesem Titel startet im
Juni das neue Programm des Schwarzenberg-Theaters.
Heimgesucht wird der Pensionswirt Justus
Riemenschneider (alias Bernd Köhler) von der Moderne:
Mit dem Ziel die Ferienregion Mittleres Fuldatal mit allen
vermeintlichen Attributen der Zukunft
und der Modernität auszustatten,
bricht Frau Dr. Piepenkötter in die Welt von Justus ein.
Dass dabei die Sprache der Beraterin
grantelnd und gradlinig demaskiert wird und dem Ansinnen der Umgestaltung
Paroli geboten wird, dass das Kapital und die Wirtschaft
sowie die Politiker ihr Fett wegkriegen, das kann sich jeder vorstellen,
der die kabarettistischen Auftritte des Nestors des Melsunger Kabaretts
kennen – und lieben gelernt hat.
Kerstin Röhn, den Besuchern des letzten Kabarett-Programms
als schauspielernde Musikerin des Bebraer
Eisenbahnorches-ters in bester Erinnerung,
repräsentiert eine
Vertreterin des heimischen Fremdenverkehrs.
Gleichzeitig schlüpft
sie als Puppenspielerin in die Rolle
der Frau Dr. Piepenkötter,
die als „Destinations-managerin“ die nordhessische
Region „upgraded“.
Anspielungen zur Pleite des Beberbeck-Projekts
sind nicht zufällig.
Kerstin Röhns musikalische Kompetenz stellt sie diesmal
am Klavier unter Beweis.
Der Verlauf der Heimsuchung und vor allem das Ergebnis der Auseinandersetzung,
das gerät zu einem kurzweilig-unterhaltsamen nordhessisch-deftigem
Kabarett.
Lokale Ereignisse und die große Politik werden aus der vertrauten
Perspektive des Schwarzenberger Originals beleuchtet. |